Hier also bin ich mal wieder mit ein paar kleinen Erzählungen aus Agona Swedru.
In den letzten zwei Wochen ging es mir ziemlich gut. Bei Frankeve war heute letzter Schultag vor den Osterferien und was bedeutet es wurden nur Examen geschrieben, was wiederum bedeutet Madame Paula hat nichts zu tun.
Und wenn man nichts zu tun hat sollte man es sich auf jeden Fall gut gehen lassen.
Meine Vorfreiwilligen waren den letzten Monat zu Besuch, das war sehr schön. Wir sind viel verreist, haben viel gefeiert und viele Leute getroffen.
Heute hatte ich einen wirklich schönen letzten Schultag. Die Fashion-Students von Frankeve haben ihre Abschluss Arbeiten vorgeführt, es gab also eine kleine Modenschau und danach haben alle, also Lehrer, Schüler, Kinder, Headmaster und Mistresse und auch ich (!) zusammen getanzt. Mir geht das Herz auf wenn ich die Mädchen so ausgelassen und fröhlich erlebe wie an einem Tag wie heute, weil viele von ihnen es echt nicht leicht haben.
Jetzt habe ich also drei Wochen Osterferien! Das heißt drei Wochen lang durch Ghana reisen und einfach hoffen, dass mir nicht irgendwann das Geld ausgeht.
Morgen fahre ich dann los mit dem Ole und seiner Mutter und seiner Schwester, eine kleine Rundreise ist geplant. Dann gehts am Wochenende darauf auf ein Paraglyde-Festival (schreibt man das so?) und im Anschluss reise ich mit der Maria durch den Norden. Und wenn dann das nächste Wochenende da ist, kommen meine Tante und mein Onkel aus Deutschland und darauf freue ich mich wirklich wie verrückt.
Die beiden bleiben zwei Wochen und wenn sie weg sind ist der April schon wieder fast um. Und dann sind es für mich nur noch gute drei Monate in Ghana. Auf einmal rast die Zeit und meine Gefühle schwanken dauernd zwischen, Freude auf zuhause und dem "Ach-du-scheisse-ich-bin-hier-noch-nicht-fertig" Gefühl.
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